Care-Arbeit bestreiken

Wenn FLINT*A ihre Arbeit bestreiken, müssen Supermärkte schließen, Büros und öffentliche Verkehrsmittel bleiben dreckig, in Krankenhäusern können nur noch die nötigsten Behandlungen durchgeführt werden, pflegebedürftige Menschen in Altenheimen oder zuhause blieben allein und Kinder könnten nicht zur Schule oder in die KiTa gehen. Die Nicht-erledigung von Care-Arbeit geht immer zu Lasten der Umsorgten, d.h. der alten, kranken oder jungen Menschen. Deshalb ist ein Care-Streik schwierig, und Care-Arbeitenden gehen vielfach über ihre eigenen Grenzen, weil sie ihre Care-Empfänger*innen nicht im Stich lassen wollen.

Doch es gibt viele Möglichkeiten, trotzdem Care-Arbeit zu bestreiken.

So kannst du streiken

Hänge am 08. März ein lila Bettlaken/Geschirrtücher/Handtücher aus dem Fenster und zeige so deine Solidarität

Schreibe ein Plakat mit deinem Streikgrund und teile es unter IchStreikeWeil #girlzonstrike auf sozialen Medien

Tritt in den Lächelstreik, sorge nicht für die gute Laune und angenehme Stimmung in deiner Familie oder Wohngemeinschaft

Komm zu einer Kundgebung draußen am 08. März.

Schreibe einen symbolischen Lohnzettel oder nutze die App WhoCares dafür

Fordere Cis-Männer in deinem Umfeld auf, dir am 08. März (und darüber hinaus) Care-Arbeit abzunehmen, früher von der Arbeit zu kommen, um das Home-Schooling zu übernehmen, Essen zu kochen etc.

Nimm an einem Online-Workshop während der Streikwoche teil

Sprich mit deinen Freund*innen über eure Erfahrungen mit Care-und Sorgearbeit und tauscht euch aus.

Beteilige dich an der Gewerkschaft der Emotions-Arbeitenden, einer Initiative, die dazu aufruft für 4 Wochen emotionale Arbeit zu bestreiken